27.9.2020 - keine Kommentare

Hedonimus und Rationalität: Menschliche Motivation und ihre Grundlagen

Geschrieben von Christoph Fleischer

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Besteht in der Praxis hedonistischer Lebensweise eine ernstzunehmende Alternative auf dem Weg zu einem glücklichen Leben? Anhand einer Betrachtung der mimetischen Stabilität von Hedonismus wird eine Antwort auf diese Frage versucht.

Hedonismus ist der Versuch einer Antwort auf die Frage, worin das gute Leben besteht. Bereits in der griechischen Antike wurde diese Position vorgeschlagen, die die Befriedigung der sinnlichen Begierden und die Abwendung von physischem sowie psychologischem Leid als die höchsten Werte eines glücklichen und erfüllten Lebens deutet. Hedonistisch motiviertes Verhalten gewinnt immer wieder in verschiedenen Kulturen und zu verschiedenen Zeit an Popularität. Beispielsweise findet sich wenig solches Verhalten zur Zeit europäischer Besiedlung Nordamerikas, deutlich mehr jedoch zu Hochzeiten der römischen Dekadenz. Die Krux mit Hedonismus besteht darin, dass es zunächst nicht klar ist, ob es wirklich eine legitime Orientierung für ein gutes Leben darstellt, oder ob es aufgrund von selbstzerstörerischer Tendenz nur temporär bestehen kann.

IDEEN
KOMPRIMIERT
1 Rationale Methoden gelten als Goldstandard für die Legitimation von Begründungen.
2 Die Werte nach denen Rationalität operiert, sind nicht selbst Resultat rationaler Methode.
3 Hedonismus ist ein Spezialfall für die Entkopplung rationaler Methode, von den irrationalen Fundamenten, die sie ultimativ begründen.

Eine der großen Verschiebungen, die sich über die letzten Jahrhunderte in der menschlichen Selbstwahrnehmung vollzog, ist die Entwicklung eines Bewusstseins für rational begründetes Handeln. Diese findet ihren Ausdruck in der Abwendung von religiöser oder mythologischer Praxis und Letztbegründung, sowie in einer Hinwendung zu der Suche nach naturwissenschaftlichen und logischen Erklärungen für individuelle Entscheidungen und Handeln. Diese Haltung hat einerseits zur Explosion wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts geführt, andererseits jedoch auch eine Blindheit für ein Jenseits der Vernunft geschaffen. Denker von Hegel über Nietzsche bis hin zu den Psychoanalytikern des 20. Jahrhunderts versuchten derweil darauf hinzuweisen, dass die durch den analytischen Verstand geleiteten Entscheidenden ihre Letztbegründungen nicht in einem Fundament der Rationalität erfahren. Bei Hegel ist es beispielsweise der Zeitgeist, der sein Unwesen treibt. Dieser ist vergleichbar mit dem Einfluss, den die Kultur auf das Individuum hat. Nietzsche entdeckt den unsichtbaren Einfluss von auf kollektiver Ebene operierenden Werten, nach denen menschliche Handlungen ausgerichtet werden und Psychologen wie Sigmund Freud oder Carl G. Jung weisen schlicht auf die Existenz eines Unterbewusstseins hin, das Einfluss auf unsere bewussten Entscheidungen hat.

Im gegenwärtigen gesellschaftlichen Umfeld würden wohl die meisten Zustimmen, dass das kulturelle Umfeld tatsächlichen Einfluss auf das Verhalten und die Weltsicht eines in ihr aufwachsenden und lebenden Individuums hat. Etwas ähnliches wird sich auch für die Wirkung von Werten behaupten lassen, die in ihrer Funktion wesentlich eine Grundausrichtung von Handeln und Entscheidungsfindung begründen, ähnlich wie ein Kompass die Grundlage für Orientierung in unbekannten Gewässern gewährleistet. Nicht zuletzt scheint es auch Konsens geworden zu sein, dass das Unterbewusstsein eine eigene Realität behauptet. Angestellte in der Werbeindustrie, Politiker und Beamte, sowie Pädagogen im Bildungssektor handeln alle gleichermaßen nach der Überzeugung, dass kleinere oder größere unterschwellige Manipulationen Einfluss auf das Verhalten der diesen ausgesetzten Individuen haben.

Auch wenn über diese Einsichten wahrscheinlich weitestgehender Konsens besteht, operieren westliche Gesellschaften weitestgehend auf der Annahme, dass in rationalen Begründungen die beste Legitimation für Verhalten besteht, die erlangt werden kann. Das ist seltsam. Rationalität ist so etwas wie die Formulierung eines Anspruches, der darin besteht, Probleme auf die beste Art und Weise durch die Anwendung von vernünftigen Methoden zu behandeln. Das ist auch sicherlich erst einmal keine schlechte Idee. Verzwickt wird es jedoch sobald danach gefragt wird, was denn „am besten“ bedeutet und worin die Legitimation von „vernünftigen Methoden“ bestehen.

Eine Bestimmung dieser beiden Variablen ermöglicht erst rationales Begründen und kann entsprechend nicht mehr selbst Resultat rationaler Begründung sein. Das Hinterfragen der rationalen Grundlagen entspricht dem Durchschreiten einer Tür, die zu einer Welt führt, in der das Irrationale herrscht. Bildlich gesprochen ist die Physik Regent des Diesseits dieser Schwelle, während das Jenseits von metaphysischer Spekulation dominiert wird. Auch wenn mit der Domäne der Spekulation eine neue Ungewissheit eingeführt wird, ist es trotzdem begrüßenswert, dass sie rationalem Problemlösens vorgeschaltet wird. Ansonsten würde ein komischer Zirkelschluss entstehen, bei dem rationale Methoden die Grundlagen für die rationalen Methoden liefern müssten und das würde ihre Legitimation unwiederbringlich in Frage stellen. Während also ein rationaler Diskurs über das beste Lösen eines festgelegten Problems nach festgelegten Zielen debattiert, braucht es zuerst einen irrationalen Diskurs, der vorher bestimmt, welche Probleme nach welchen Zielen es wert sind zu lösen.

Menschen sind als Lebewesen ultimativ den Gezeitenwellen evolutionärer Selektion ausgesetzt. Die gegenwärtige Generation wäre nicht hier, wenn nicht die vorhergegangenen hinreichend viel richtig gemacht hätten. Dadurch hat das aus diesem Prozess resultierende Motivationssystem, sowie die daraus artikulierten Wertevorstellungen, zumindest in dem Faktum eine Legitimation, dass sie bisher so gut funktioniert haben, dass sie menschliches Handeln zur sukzessiven genetischen Propaganda in einer gefährlichen Umwelt regulierten. Ohne darüber einen Streit vom Zaun brechen zu wollen, worin ein genauer Kanon dieser Werte bestehen würde, die jedem Menschen als letzte Motivation angeboren sind, artikulieren sie sich in der Motivation der Triebe, die von weitestgehend allen Menschen unabhängig von kultureller Aufbringung geteilt werden, wie beispielsweise das Streben nach möglichst viel gutem Essen und sexueller Betätigung mit möglichst attraktiven Partnern, sowie weiteren sinnlichen Stimulationen, die von Menschen als angenehm wahrgenommen werden.

Würde das menschlicher Psychologie zugrundeliegende Motivationssystem nicht zu Handeln führen, das das Überleben und die Fortpflanzung fördert, wäre es in seiner vorliegenden Form ausgestorben und hätte einem anderen Platz gemacht, das evolutionär erfolgreicher wäre. Das Bedeutet, dass die Begründung, warum Menschen beispielsweise nach gutem Essen oder sexueller Betätigung mit möglichst attraktiven Partnern streben, letztlich keinen Selbstzweck darstellt, sondern Mittel zum Zwecke der Weiterführung der Spezies ist. Diese durch menschliches Verhalten sichtbar gemachten Werte sind nicht Resultat rationaler Begründung, sondern Ergebnis eines weit bis in die entfernteste Vergangenheit zurückreichenden Selektionsprozesses, der sich absoluter Transparenz vehement entzieht. In ihnen besteht jedoch die Plattform, auf deren Basis Rationalität ihre Optimierung wirken kann.

Liegen entsprechend Werte vor, wie beispielsweise Verlangen nach Essen, kann gezielte Untersuchung danach, wie an Nahrung ranzukommen ist und auf welche Weisen es zubereitet werden kann, zu einer positiven Rückkopplung führen, wenn sie das Essen bekömmlicher macht oder das Bekommen von Nahrung sicherer. Rationale Methoden können entsprechend zu einer Verstärkung der Selektion von bestimmten Werten führen. Gleichzeitig kann sie jedoch auch gesunde Mittelwege ins Absurde verzerren. Dafür reicht ein Blick auf das Verlangen nach sexuellen Partnern, sowie den Rationalisierungen der Pick-Up-Artist-Szene, deren Ziel darin besteht so schnell wie möglich mit so vielen Frauen wie möglich zu schlafen. Hedonismus hat seine Fundierung genau in dem Sachverhalt, dass rationale Methoden zur maximal effizienten Befriedigung sinnlicher Motivationen genutzt werden können. Das Credo dieser philosophischen Haltung, sinnliche Lust bei gleichzeitiger Minimierung von physischem und psychischen Leid zu maximieren, klingt verführerisch. Ein kleiner Haken an der Sache entzieht sich dennoch dem ersten Blick und ist gleichzeitig der Grund dafür, warum in ihr nicht der modus operandi gelebter Praxis besteht.

Das evolutionär resultierte Motivationssystem stellt überhaupt erst die Grundlage dar, auf dessen Basis ein Individuum sein Handeln in der Welt orientieren kann. In der hedonistischen Einstellung wird dieses Fundament, das Mittel für mögliches Handeln ist, zum Zweck erklärt. Übrig bleibt nur noch ein „Was?“, das die Verbindung zu seinem „Warum?“ verloren hat. So motiviertes Handeln kappt die Verbindung zwischen Motivationssystem und dessen Ursprung. Ohne diese Verbindung wird es dysfunktional und kann seine ursprüngliche Aufgabe der Verhaltensregulation hin zum Fortbestehen der Spezies nicht mehr wahrnehmen. Aus diesem Grund ist Hedonismus keine stabile mimetische Strategie und stellt keinen Weg zu einem glücklichen Leben dar, sondern verkehrt die menschliche Psychologie und Lebensweise. Im Lichte des hier beschriebenen ist es möglich Friedrich Nietzsches berühmt und berüchtigten Aphorismus, „Der tolle Mensch“, aus seiner „Fröhlichen Wissenschaft“ (1882) zu deuten. Gegenstand des kurzen Textes ist die Verkündung von Gottes Tod, sowie die Bedeutung dieses Ereignisses:

Habt ihr nicht von jenem tollen Menschen gehört, der am hellen Vormittage eine Laterne anzündete, auf den Markt lief und unaufhörlich schrie: „Ich suche Gott! Ich suche Gott!“ – Da dort gerade viele von denen zusammenstanden, welche nicht an Gott glaubten, so erregte er ein großes Gelächter. Ist er denn verlorengegangen? sagte der eine. Hat er sich verlaufen wie ein Kind? sagte der andere. Oder hält er sich versteckt? Fürchtet er sich vor uns? Ist er zu Schiff gegangen? ausgewandert? – so schrien und lachten sie durcheinander. Der tolle Mensch sprang mitten unter sie und durchbohrte sie mit seinen Blicken. „Wohin ist Gott?“ rief er, „ich will es euch sagen! Wir haben ihn getötet – ihr und ich! Wir alle sind seine Mörder! Aber wie haben wir dies gemacht? Wie vermochten wir das Meer auszutrinken? Wer gab uns den Schwamm, um den ganzen Horizont wegzuwischen? Was taten wir, als wir diese Erde von ihrer Sonne losketteten? Wohin bewegt sie sich nun? Wohin bewegen wir uns? Fort von allen Sonnen? Stürzen wir nicht fortwährend? Und rückwärts, seitwärts, vorwärts, nach allen Seiten? Gibt es noch ein Oben und ein Unten? Irren wir nicht wie durch ein unendliches Nichts? Haucht uns nicht der leere Raum an? Ist es nicht kälter geworden? Kommt nicht immerfort die Nacht und mehr Nacht? Müssen nicht Laternen am Vormittage angezündet werden? Hören wir noch nichts von dem Lärm der Totengräber, welche Gott begraben? Riechen wir noch nichts von der göttlichen Verwesung? – auch Götter verwesen! Gott ist tot! Gott bleibt tot! Und wir haben ihn getötet! Wie trösten wir uns, die Mörder aller Mörder? Das Heiligste und Mächtigste, was die Welt bisher besaß, es ist unter unsern Messern verblutet – wer wischt dies Blut von uns ab? Mit welchem Wasser könnten wir uns reinigen? Welche Sühnefeiern, welche heiligen Spiele werden wir erfinden müssen? Ist nicht Größe dieser Tat zu groß für uns? Müssen wir nicht selber zu Göttern werden, um nur ihrer würdig zu erscheinen? Es gab nie eine größere Tat – und wer nur immer nach uns geboren wird, gehört um dieser Tat willen in eine höhere Geschichte, als alle Geschichte bisher war!“ Hier schwieg der tolle Mensch und sah wieder seine Zuhörer an: auch sie schwiegen und blickten befremdet auf ihn. Endlich warf er seine Laterne auf den Boden, daß sie in Stücke sprang und erlosch. „Ich komme zu früh“, sagte er dann, „ich bin noch nicht an der Zeit. Dies ungeheure Ereignis ist noch unterwegs und wandert – es ist noch nicht bis zu den Ohren der Menschen gedrungen. Blitz und Donner brauchen Zeit, das Licht und Gestirne braucht Zeit, Taten brauchen Zeit, auch nachdem sie getan sind, um gesehen und gehört zu werden. […]

Das Losketten der „Erde von ihrer Sonne“ ist ein passendes Bild für die Entkopplung von Motivationssystem und seinem evolutionärem Ursprung, wie es in der hedonistischen Einstellung geschieht. Der damit verbundene Tod Gottes zusammen mit dem Geruch des verwesenden göttlichen Kadavers beschreibt sinnbildlich das dysfunktional gewordene Motivationssystem, das nicht mehr in der Lage ist, sich mimetisch stabil zu propagieren. Insgesamt findet sich in Nietzsches Aphorismus eine eindrucksstarke poetische Reflexion des hier beschriebenen Mechanismus und seiner weitreichenden Bedeutung.

Der „tolle Mensch“ kritisiert nicht nur hedonistische Einstellung. Sie ist, um es in den Worten Nietzsches auszurücken, nicht die einzige Art wie Gott getötet werden kann. Genauso gilt die hier vorgeschlagene Beschreibung der Korruption des Verhältnisses von Motivationssystem und mimetischer Stabilität nicht nur für Hedonismus. In ihm besteht ein Spezialfall für eine größere Klasse an philosophischen Einstellungen, deren gemeinsamer Nenner in der Loslösung der rationalen Methode von der an Werten orientieren psychologischen Regulation von Menschen besteht. Diese Formel ist Garant für instabile mimetische Strategien, in denen Mittel immer zu Zwecken umgedeutet werden. Genießt eine solche Einstellung gute Konjunktur innerhalb einer Kultur, läuft diese Gefahr unterzugehen. Das lässt sich im Falle des römischen Reiches im Nachhinein beobachten, dessen Untergang eine Phase weit verbreiteter Dekadenz vorausging. Ein anderes historisches Beispiel, das noch nicht so lange her ist, besteht in den beiden autoritären Ideologien des 20. Jahrhunderts: Faschismus und Kommunismus. Beide zeichnen sich durch ihren enormen Drang nach der totalen Durchrationalisierung der gesamten Gesellschaft aus.

Eine der berühmtesten Internet-Debatten der letzten Jahre fand zwischen Sam Harris und Jordan B. Peterson statt, die darüber stritten, ob moralische Werte in Rationalität fundiert werden können, oder nicht. Peterson vertritt dabei die Position, dass in alten Texten, Mythen und Religionen Weisheiten kodiert sind, für die nicht klar ist, inwiefern sie durch rationale Methoden produziert oder überhaupt adäquat verstanden werden können. Während Harris zwar Mythologie und Religion gewisse Zugeständnisse in Bezug auf ihre Fähigkeiten Wahrheiten zu produzieren einräumt, sieht er jedoch das aus ihnen resultierende irrationale Verhalten, beispielsweise in Form von Glaubenskriegen oder Unterdrückungen von religiösen Minderheiten, als Grund genug, sie vollständig zu verwerfen und ihren positiven Aspekt, der in der Formulierung einer Moral besteht, durch einen rationalen Prozess zu ersetzen, der ihnen überlegene moralische Werte produzieren kann.

Das Problem mit dem Vorschlag Harris‘ ist, dass er in einem Zirkel endet. Rationalität kann nicht die Werte produzieren, auf deren Basis rationale Methode überhaupt erst möglich werden kann. Der Diskurs, der sich mit der Festlegung der Probleme und Werte beschäftigt, ist in dem Sinn irrational, dass er im Jenseits rationaler Begründungen stattfinden muss. Sind die Probleme definiert und die moralische Situation geklärt, kann ein Problem durch rationale Lösungsversuche angegriffen werden. Obwohl die meisten Menschen zustimmen, dass rationales Handeln kulturellen, werteorientierten und unterbewussten Einflüssen unterworfen sind, verlieren die mit ihnen verbundenen Diskurse wie Religion oder Mythologie immer weiter an Bedeutung. Auf der anderen Seite können sich Philosophen wie Sam Harris über großen Zuspruch freuen. Es ist ein seltsames Paradox, das auf eine tief fundierte kulturelle Verwirrung hinweist, denn wenn tatsächlich logische und naturwissenschaftliche Erklärungsvorschläge für eine Fundierung rationaler Methode herhalten würden, würden sie damit letztendlich zu dem werden, was sie zuerst kritisierten: Eine Religion gewordene Rationalität.

Christoph Fleischer

hat Philosophie und Literatur in Heidelberg und Berlin studiert. Seine Hauptinteressen liegen im Bereich der Anthropologie und Metaphysik, wo er sich Fragen im Spannungsfeld von Naturwissenschaft, Technologie, Kultur und Religion widmet. Er bespielt dieses Magazin sowie den zugehörigen Youtube-Channel und Podcast.

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